KI-gestützte Videoanalyse im Stadion: Mehr Sicherheit und schnellere Reaktionen bei Events
Ein Stadion erwacht nicht erst beim Fußballmatch zum Leben. Meist ist hier das ganze Jahr über etwas los – in Form von Konzerten, Konferenzen, der Nutzung durch Gastgewerbe, Einzelhandel und allerlei Gemeinschaftsaktivitäten. Was das für das Sicherheitsmanagement bedeutet, erläutert John Lutz Boorman, Leiter Produkt und Marketing, Hanwha Vision Europa.

Das Tottenham Hotspur Stadium ist ein gutes Beispiel für die vielfältige Nutzung heutiger Sportstadien und Arenen: Es hat in letzter Zeit über die Fußballspiele hinaus mehr Publikum und mehr Einnahmen generiert. Vier National Football League (NFL) Franchises wurden hier ausgerichtet – aber auch hochkarätige Boxveranstaltungen und eine Beyoncé-Sommerkonzertreihe.
Mit der Komplexität und Vielseitigkeit wächst freilich auch die Herausforderung, das ganze Jahr über die Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern zu gewährleisten. Es geht nicht mehr nur darum, auf Vorfälle zu reagieren; vielmehr ist Sicherheit zu einer strategischen Funktion geworden, die sich an verschiedene Veranstaltungstypen und Risikostufen anpassen kann.
Im Vereinigten Königreich kommt hinzu, dass sich Betreiber von Veranstaltungsorten bald an den Terrorism (Protection of Premises) Act 2025 halten müssen. Das auch als „Martyn's Law“ bekannte Gesetz wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 in Kraft treten. Die Bezeichnung erinnert an Martyn Hett, ein Opfer des Anschlags auf die Manchester Arena im Jahr 2017. Das Gesetz führt neue Verantwortlichkeiten für Betreiber von Veranstaltungsorten ein, das Risiko von Terrorismus zu berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Anschläge zu verhindern, darauf zu reagieren und ggf. deren Auswirkungen geringzuhalten.
Insbesondere an Veranstaltungsorten, die Platz für mehr als 800 Teilnehmer bieten, müssen physische Schutzmaßnahmen wie Videoüberwachung, Fahrzeugzugangskontrolle, Bodensicherheit mit höherer Regelmäßigkeit in Betracht gezogen und bewertet werden. KI-gestützte Videolösungen können Organisationen helfen, ihre Verpflichtungen gemäß Martyn's Law im Rahmen einer umfassenderen Bereitschaftsstrategie zu erfüllen.
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