BDSW: Umsatz der Sicherheitsbranche sinkt im 2. Quartal

Die Corona-Pandemie habe im Dienstleistungsbereich im 2. Quartal 2020 Spuren hinterlassen, so der Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Harald Olschok. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, lagen die Umsätze in ausgewählten Dienstleistungsbereichen im 2. Quartal 2020 um 12,4 Prozent niedriger als im 1. Quartal. Die Sicherheitsbranche sei mit einem Umsatzrückgang von 1,7 Prozent im 2. Quartal 2020 im Vergleich zu den ersten drei Monaten bislang relativ glimpflich durch die Krise gekommen. Besonders von der Corona-Pandemie betroffen seien Sicherheitsunternehmen im Veranstaltungsschutz, in der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie die Geld- und Wertdienste. Deren Anteil am Gesamtumsatz der Sicherheitswirtschaft von rund 9,3 Mrd. Euro im vergangenen Jahr lägen bei maximal 15 Prozent. Deshalb habe ihr deutlich höherer Umsatzrückgang die Gesamtbilanz nur geringfügig belastet, so Olschok.

Wesentlich stärker von Corona betroffen seien andere Branchen, wie zum Beispiel die unternehmensnahen Dienstleistungen Reinigung (minus 7,7 Prozent) und vor allem die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit einem Umsatzrückgang von 20,7 Prozent. Im Unterschied zu den Umsätzen stieg die Zahl der Beschäftigten um 2,3 Prozent. Dies sei vor allem auf neu hinzugekommene Aufgaben wie Kontrollen auf Einhaltung der Hygiene- und Abstandskontrollen im Einzelhandel, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zurückzuführen, so Olschok. Diese Löhne seien aber deutlich geringer als die der kurzarbeitenden Flughafensicherheitskräfte und Wertdienstleister, daher sei der Umsatz insgesamt gesunken.

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