Esser: Brandschutz für eine der höchsten Windenergieanlagen der Welt

Esser: Brandschutz für eine der höchsten Windenergieanlagen der Welt. Windenergie boomt. Allein in Deutschland steuerte dieser Bereich der regenerativen Stromerzeugung im Jahr 2007...

Esser: Brandschutz für eine der höchsten Windenergieanlagen der Welt. Windenergie boomt. Allein in Deutschland steuerte dieser Bereich der regenerativen Stromerzeugung im Jahr 2007 national rund 7 % bei und beschäftigt inzwischen mehr als 80.000 Arbeitskräfte. Die Windkraft entwickelt sich somit zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Der entsprechend gesichert werden muss.

Hierzulande erzeugen inzwischen mehr als 19.000 Windenergieanlagen eine Gesamtleistung von über 22.000 Megawatt (MW). Die großen Windenergieanlagen der Multi-Megawatt-Klasse werden derzeit weltweit stark nachgefragt, um eine saubere, CO2-freie Stromerzeugung zu realisieren.

In der 2,5-Megawatt-Klasse macht der Westerwälder Hersteller Fuhrländer mit einem neu konzipierten Antriebskonzept von sich reden, das erstmals ohne die schwere Hauptwelle auskommt. Auch sonst hat dieses Konzept einige Besonderheiten aufzuweisen, die Windstrom noch wirtschaftlicher machen.

Mit den drei Rotorgrößen von 80, 90 und 100 m sowie Nabenhöhen bis zu 160 m lässt sich die FL 2500 von Fuhrländer optimal an unterschiedliche Standortbedingungen anpassen.

Messdatenerfassung

Das zur umfassenden Überwachung eingesetzte „Condition Monitoring System“ der FL 2500-Windenergie-Anlage arbeitet mit akustischen Sensoren, die sich am Hauptlager, am Getriebe und am Generator befinden. Darüber werden breitbandig Beschleunigungen aufgezeichnet. Die erfassten und gespeicherten Messwerte stehen für eine weiterführende Bewertung bzw. Berichtserstellung zur Verfügung.

In die Auswertung fließen die Drehzahl des Rotors, die erzeugte Wirkleistung und die Windgeschwindigkeit sowie ein vollständiger Satz kinematischer Daten ein. Automatisch werden Berichte erzeugt, die Aufschluss über die Messdaten geben, deren Bewertung durchführen und Auffälligkeiten aufzeigen.

Leistungsstarker Brandschutz

Das Windrad verfügt außerdem über eine leistungsstarke Sicherheitstechnik, mit der sich die Anlage nach Kundenwunsch ausrüsten lässt. Dazu gehört das optionale Brandschutzsystem, das die Anlagensicherheit nochmals erhöht. Brände an Windenergieanlagen sind zum Glück die Ausnahme. Sie können bspw. durch Blitzschlag, Störungen in der Elektrik oder durch heißgelaufene Oberflächen ausgelöst werden.

Der Feuerwehr bleibt dann oft keine andere Wahl, als die Anlage „kontrolliert abbrennen“ zu lassen, da ihre Drehleitern meist nur bis zu 40 m in die Höhe reichen.

Heutige Anlagen wie die Fuhrländer FL 2500 erreichen jedoch Nabenhöhen bis 160 m. Mit einem Rotordurchmesser von 90 m erzielt die Anlage in Laasow eine Gesamthöhe von 205 m. Damit ein solches Brandszenario gar nicht erst eintritt, wurde beim Bau des „Riesenrads“ bereits großer Wert auf vorbeugenden Brandschutz gelegt.

Die Schutzmaßnahmen nach VdS 3523 umfassen unter anderem die Risikoanalyse nach der EU-Maschinenrichtlinie sowie ein ganzheitliches Blitzschutzkonzept, die Minimierung brennbarer Stoffe und die Reduzierung möglicher Zündquellen.

Das installierte Branderkennungssystem liefert Informationen an das Betriebsführungssystem und setzt im Ereignisfall automatisch eine Meldung ab. Im Anschluss werden die Abschaltung der Windenergieanlage sowie die Auslösung der Löscheinrichtung eingeleitet.

Die Anlage am Standort Laasow im Spreewald ist zu diesem Zweck mit einer Löschmittelsteuerung und zwei Rauchansaugsystemen zur Raum- bzw. Schaltschrank-Überwachung abgesichert. Im Brandfall ist die Auslösung unterschiedlicher Löschanlagen in den Schaltschränken und dem Maschinenhaus vorgesehen.

Aufgrund der technischen Sicherungsmaßnahmen in der WKA Laasow darf man einem jahrelangen ungestörten Betrieb sorglos entgegenschauen.

Kontakt

Joachim Meisehen Novar GmbH
Esser by Honeywell, Neuss
Tel.: 02137/17-600
Fax: 02137/17-286
joachim.meisehen@honeywell.com
www.esser-systems.de

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