10.05.2022 • TopstoryKletterrobotermobile RoboterRoboter

Security Robotics: Jetzt externe Kameras und Leitstellensoftware einbindbar

Die Berliner Experten für robotergestützte Sicherheitslösungen haben eine Interface-Software entwickelt, die auch externe Hard- und Software problemlos einbinden kann.

(Bild: Security Robotics/Philipp Arnoldt Photography)

Wenn es um robotergestützte Sicherheitslösungen geht, ist die Integration vorhandener Systeme und Komponenten ein wichtiges Thema bei Kunden und Dienstleistern. Nur selten starten Unternehmen und Behörden in puncto Sicherheit und Objektschutz komplett bei null. Meist sind bereits technische  Komponenten und Softwaresysteme vorhanden, die in ein neues bzw. übergeordnetes Sicherheitskonzept integriert werden wollen.

Um Systemoffenheit zu gewährleisten, haben die Informatiker von Security Robotics eigens die Schnittstellen-Software ROI (Robot Ontology Interface) entwickelt. Diese bindet je nach Bedarf Endgeräte wie z.B. Roboter, Sensoren und Kameras aber auch Programme wie z.B. Leitstellensoftware in ein Gesamtsicherheitssystem ein.

(Bild: Security Robotics/Philipp Arnoldt Photography)

Biene und Turm verbünden sich

Erst kürzlich wurde auf den Security Robotics Innovation Days ein Prototyp der Interface-Software ROI vorgestellt. Dabei konnte das Sunflower Labs Beehive Drohnensystem mit dem externen Videoturm Dussmann Security Guard (Dussmann Service) vernetzt und zu einem schlagkräftigen Hybridsystem ausgebaut werden. Das autonome Drohnensystem besteht aus einer mit hochauflösender Kameratechnik bestückten Drohne, die selbst bei Wind, Regen und Schnee aufsteigen und bis zu 15 Minuten non-stop im Einsatz sein kann. Nach ihren Ausflügen mit einem Aktionsradius von bis zu 300 Metern kehrt die Drohne automatisch in ihre Lade, Kontroll- und Steuerungsstation zurück, wo sie nach maximal 25 Minuten Ladezeit wieder einsatzbereit ist. Der mit mehreren Kameras ausgestatteten Videoturm Dussmann Security Guard übernimmt die durchgehende Überwachung von sensiblen Außenflächen, wie z.B. Baustellen, Materiallager oder Maschinenstellplätze.

Das System wurde 2019 von Dussmann Sicherheitstechnik entwickelt und ist permanent mit den nach DIN 50518 zertifizierten Dussmann Alarmempfangsstellenverbunden. Im Falle einer Alarmauslösung produziert der sabotagesichere Turm detaillierte Videoaufnahmen und ermöglicht mittels eingebauter Sprechanlage die direkte Täteransprache durch das Leitstellenpersonal. Dussmann Service setzt konsequent auf zukunftsweisende  Robotertechnologie und ist mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz der größte Konzernbereich der weltweit tätigen Dussmann Gruppe.

ROI schafft den Beziehungsrahmen

Die Schnittstellen-Software ROI sorgt dafür, dass die Kommunikation und Arbeitsteilung zwischen den Elementen reibungslos funktioniert. Bei den Innovation Days erfasste und meldete der Videoturm eine eindringende Testperson, worauf die Drohne aufstieg, zum Einsatzort flog und Beweise sicherte. Die  Präsentation zeigte den Besuchern, wie nahtlos die einzelnen Systeme ineinandergreifen und genau die Aufgaben übernehmen, für die sie aufgrund ihrer technischen Konstruktion und Ausrüstung geeignet sind.

(Bild: Security Robotics/Philipp Arnoldt Photography)

Traumpaar mit Anschluss

Seit Mai bietet Security Robotics mit WatchDOME ein individuelles Sicherheitskonzept bestehend aus Videoturm und Drohnensystem an, das sich dank ROI auch um zusätzliche Komponenten erweitern lässt. Die Hauptaufgaben des integrierten WatchDOME Sicherheitssystems sind die Alarmerkennung und das Auslösen geeigneter Reaktionen zur Gefahrenabwehr und Dokumentation. Dazu gehören insbesondere

  • Weiterleitung der Alarminformation an die Leitstelle oder den lokalen Werkschutz
  • Detaillierte Videoaufzeichung im Sicherungsbereich mit Echtzeit-Monitoring durch die Alarm-Zentrale
  • Aktivieren der Überwachungsdrohne, die verdächtige Personen außerhalb des Sicherungsbereiches verfolgt und mittels hochauflösender Kamera (inklusive Echtzeit-Monitoring) Beweismittel sichert.

„Reden“ allein reicht nicht

Mit der proprietären Interface-Software ROI können sich die unterschiedlichen Komponenten eines Gesamtsystems gegenseitig erkennen und miteinander verbinden. Dabei ist es unerheblich, wie das jeweilige Komponentensystem die Information intern verarbeitet. Um miteinander kommunizieren zu können, müssen nur die Oberflächen – also die „Gesichter“ (engl. faces) der Teilsysteme – zusammenpassen.

Für ein aktives Sicherheitssystem reicht grenzüberschreitende Kommunikation allein aber nicht aus. Daher schafft ROI neben Kommunikationsschnittstellen auch Programmierschnittstellen. Diese sorgen dafür, dass die Teilsysteme nicht nur miteinander „reden“, sondern auch synchronisiert arbeiten können. Bevor beispielsweise der Videoturm den Eindringling aus dem Blick verliert, übergibt er ihn an die Überwachungsdrohne, die dafür wiederum rechtzeitig aufsteigen muss.

Stets unter Kontrolle

Eine besondere Rolle spielt die sogenannte Benutzerschnittstelle (HMI), die die Interaktion zwischen Mensch und Maschine ermöglicht. Trotz der überlegenen  Effizienz und Genauigkeit der robotergestützten Sicherheitssysteme behält bei Security Robotics der Mensch stets die ultimative Kontrolle. Dafür benötigt es leistungsfähige Benutzerschnittstellen, die eine einfache und unmittelbare Steuerung des Systems und seiner Komponenten erlauben.

Die wichtigste  Benutzerschnittstelle ist die Leitstelle, wo die systemgenerierte Information zusammenläuft, und von der aus das System von Sicherheitsfachleuten gesteuert   werden kann. Bei Benutzerschnittstellen lautet die Devise: Je komplexer das zu überwachende System, desto bedienungsfreundlicher, intuitiver und verlässlicher muss die Steuerung erfolgen können. So werden durch ROI nicht nur innovative Leitstellenprogramme wie LISA von Dr. Pfau, einem führenden Anbieter kundenspezifischer Leitstellenlösungen, sondern auch bewährte Hardwarekomponenten wie Tastatur, Maus oder Joystick als Kontroll- und Steuerungsgeräte eingebunden.

Alsbald werden Benutzerschnittstellen auch durch Sprache oder Gestik bedient, in weiterer Zukunft sogar allein durch Gedanken gesteuert werden können. Trotz aller technischen Möglichkeiten, gilt bei Security Robotics stets eine „Hands-On-Mentalität“,  sowie der eherne Grundsatz: Safety first!

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