Brandschutz bei Photovoltaikanlagen: Risiken, rechtliche Anforderungen und Empfehlungen für Betreiber
Photovoltaik-Anlagen sind zentraler Bestandteil der Energiewende, doch ihr Brandschutz hinkt dem Ausbau oft hinterher. Jüngste Vorfälle zeigen: Fehler in Planung, Installation oder Wartung können verheerende Folgen haben – insbesondere bei öffentlichen Gebäuden oder Sonderbauten. Ein Beitrag von Ralf Höhmann, Fachreferent Brandschutz, TÜV Technische Überwachung Hessen.

Die Zahl der Brandereignisse mit Beteiligung von PV-Anlagen steigt. Im Mai 2025 brannte das Dach eines Aldi-Zentrallagers in Mörfelden-Walldorf – laut Feuerwehr ausgelöst durch Module der dortigen PV-Anlage. In diesem Fall verlief es noch glimpflich: Niemand wurde verletzt. Anders im Schulzentrum Rankestraße in Erkrath: Dort brannte im selben Monat der Wechselrichter, und das bereits zum zweiten Mal seit 2023. Das Feuer breitete sich rasch aus, der Schulbetrieb ist seither massiv eingeschränkt. Solche Fälle verdeutlichen, wie schnell eine PV-Anlage bei unzureichender Wartung oder fehlerhafter Technik zur Gefahr für Menschen und Infrastruktur werden kann.
Die Ursache liegt häufig in Mängeln der elektrischen Komponenten: Kurzschlüsse, Überspannungen oder Materialermüdung bei alternden Anlagen können Brände auslösen. Hinzu kommt: Viele Betreiber sind sich der brandschutztechnischen Anforderungen gar nicht bewusst. Gerade bei vermieteten Dachflächen – etwa auf Logistik- oder Industriehallen – erfolgt die Installation oft ohne genaue Abstimmung mit Brandschutzkonzepten.
Weiterlesen mit kostenfreier Registrierung
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge von GIT SICHERHEIT. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen regelmäßig Top-Meldungen aus der Sicherheitsbranche sowie die aktuelle e-Ausgabe.
Business Partner
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH (TÜV Hessen)Robert-Bosch-Straße 16
64293 Darmstadt
Deutschland
Meist gelesen

Sicherheit für die Deutsche Bahn – Interview mit Britta Zur
Britta Zur hat zum 31. Oktober 2025 den Vorsitz der Geschäftsführung bei DB Sicherheit niedergelegt. Das Interview führte GIT SICHERHEIT im Frühjahr 2025.

OSINT-basierter Vorstandsschutz: Wie Unternehmen Führungskräfte vor Cyberangriffen und Doxing schützen können
OSINT-basierter Vorstandsschutz: Digitale Risiken früh erkennen und gezielt handeln – für mehr Sicherheit im Unternehmen

Sicherheit im Ernstfall: Wie Unternehmen mit strategischem Personenschutz und Amokprävention Verantwortung übernehmen
Personenschutz & Amokprävention: Strategische Konzepte, Training & Verantwortung für Unternehmenssicherheit

GIT SICHERHEIT AWARD 2026 – Die Gewinner stehen fest!
GIT SICHERHEIT AWARD 2026: Die besten Sicherheitslösungen des Jahres – jetzt alle Gewinner im Überblick

Videoüberwachung im Museum: Datenschutz und Kameraauswahl
Sicherheit für Kulturgüter ist - auch angesichts des Diebstahls im Pariser Louvre - ein wichtiges Thema. Von großer Bedeutung: die Überwachung mittels Videotechnik. Ein Beitrag darüber, was dabei zu beachten ist.








