Haix: A wie Antistatik bis Z wie Zugtest
Wer sich schon mal den kleinen Zeh an der Bettkannte gestoßen hat, kennt diesen Schmerz.




An vielen Arbeitsplätzen lauern jedoch weitaus größere Gefahren als Ecken und Kanten. Dort müssen die Füße vor herabfallenden Gegenständen oder schweren Maschinen geschützt werden. Sicherheitsschuhe sind deshalb Pflicht. Damit die Sicherheitsschuhe von Haix die Zehen vor blauen Flecken und Schlimmeren bewahren, werden sie im firmeneigenen Labor auf Herz und Nieren getestet.
Sobald man das Testlabor von Haix im bayerischen Mainburg betritt, schrillt es in den Ohren. Ein kaum überhörbarer Alarm warnt vor der Öffnung der Schleuse, die sicherstellt, dass hier stets optimale Testbedingungen herrschen: 23 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Nur so können vergleichbare Testergebnisse erreicht werden.
Auch sonst geht es laut her. Unter den strengen Augen der Testingenieure rauscht ein 20-Kilo-Gewicht aus einem Meter Höhe auf eine Zehenschutzkappe herab. Außer einem ordentlichen Rumms passiert aber nichts – die Kappe aus faserverstärktem Kunststoff hält der Belastung von 200 Joule stand. Für den Test des Druckwiderstands wird sie anschließend mit einer Last von 1,5 Tonnen zusammengedrückt – dem Gewicht einer vollbeladenen Europalette.
Um die Tests zu bestehen, muss die Schutzkappe eine gewisse Resthöhe im Innenraum aufweisen. Bei Musterschuhgröße 42 sind das 14 Millimeter. Der Haix-Schuh besteht den Test mit Bravour – die Zehen des zukünftigen Trägers wird’s freuen.
Im Gehsimulator durchs Wasser
Neben dem Zehenschutz muss ein Sicherheitsschuh natürlich noch weitere Anforderungen erfüllen, welche die europäische Norm EN ISO 20345 vorschreibt – je nach Sicherheitskategorie von der antistatischen Sohle bis zum wasserdichten Obermaterial.
Für die Prüfung der Wasserdichtigkeit gehen die Schuhe baden. In einen Gehsimulator eingespannt, müssen sie Tausende Schritte durch ein Wasserbad waten. Und um undichte Stellen zu identifizieren, wird der Schuh mit Wasser gefüllt, auf einer Zentrifuge befestigt und mit einer Geschwindigkeit von 250 Umdrehungen pro Minute eine halbe Stunde lang geschleudert.
Neben trockenen Füßen ist auch ein gutes Stehvermögen bei der Arbeit wichtig. Um einen guten Halt sicherzustellen, bestimmen die Testingenieure deshalb den Rutschhemmungskoeffizienten der Sohle. Um beispielsweise die Rutschfestigkeit nach Standard SRA zu prüfen, wird der Schuh fünfmal maschinell über eine sogenannte Normfliese geschoben, auf die ein Rutschmittel aufgetragen wurde. Ein Computer berechnet dann den Mittelwert aller Messungen. Für den SRA-Standard wird ein Reibkoeffizient von 0,32 gefordert – der Haix-Schuh in unserem Test erreicht 0,47 und liegt damit deutlich über der Normanforderung.
Sicherheitsschuhe kommen in Extremsituationen zum Einsatz. Sie sollen die Füße auch unter den härtesten Bedingungen schützen. Um das sicherzustellen, testet Haix über die Grundanforderungen hinaus. Dazu gehört das Versprechen „100 % Made in Europe“: Die Schuhe werden ausschließlich in Kroatien und Deutschland hergestellt.
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