22.12.2010 • TopstorySchließzylinderSchließsystemeiLOQ

Schließsysteme: Ein-Schlüssel-Prinzip

Der in der Tasche klimpernde Schlüsselring ist meist ­ziemlich raumgreifend und oft genug unpraktisch. Da gibt es Haus-, Garagen-, Gartenschuppen-, Büro-, ­Briefkasten- und Ferienh...

Der in der Tasche klimpernde Schlüsselring ist meist ­ziemlich raumgreifend und oft genug unpraktisch. Da gibt es Haus-, Garagen-, Gartenschuppen-, Büro-, ­Briefkasten- und Ferienhausschlüssel... Wäre es nicht viel ­praktischer, wenn einer überall passen würde? Das ist durchaus machbar: Mit einem neuen System von iLOQ, das noch dazu keine einzige Batterie braucht - weder im Schlüssel noch im Schloss.

Dass ein Schlüsselring über die Jahre kontinuierlich wächst, ist der Klassiker, den wir alle kennen. Und nicht selten schleppt man aus Gewohnheit Schlüssel mit sich herum, deren passendes Schloss wir längst vergessen haben. Selbst gelegentliches Aussortieren bewahrt uns nicht vor dem Geklimper von durchschnittlich sechs bis sieben Schlüsseln, die wir täglich benutzen. Das Sicherheitspersonal kennt hier natürlich noch ganz andere Zahlen.

Die finnische Firma iLOQ Oy aus Oulu hat hierfür eine Lösung vorgestellt - und zwar in Gestalt der Schließsysteme „Privus" (für „privat") und S10. Bei den Metallschlüsseln die sie verwenden, handelt es sich um elektronische Schlüssel mit einer einmaligen Identität. Zusammen mit entsprechend programmierten Schließzylindern, ermöglichen sie den kontrollierten Zugang für definierte Personenkreise und definierte Räume.
Das System ist bereits erhältlich für die in Skandinavien gebräuchlichen ovalen Schließzylinder - bald gilt das auch für die Europrofil-DIN-Zylinder, wodurch die Zahl der potentiellen Kunden europaweit erheblich ausgeweitet wird. Es ist ausgerichtet für Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen, verbunden mit einer flexibel handhabbaren Verwaltung der Zugangsrechte. iLOQ-Anwendungen finden sich in gewerblichen genutzten Immobilien, Bürogebäuden, Wohnhochhäusern, Regierungsgebäuden und Stadtverwaltungen, Banken, Krankenhäusern, Schulen, Universitäten bis hin zu Ferienhäusern in ganz Skandinavien - aber auch in Bürokomplexen in London und sogar in exklusiv ausgestatteten privaten afrikanischen Wohnanlagen.

Gleich - aber anders
Von außen sehen die Schlüssel alle gleich aus, aber der digital verschlüsselte Hochsicherheits-Code der in jedem von ihnen steckt, lässt sich nicht kopieren und macht jeden Schlüssel einzigartig. Das „Privus"-System wird mit einem Programmierungsschlüsselpaar geliefert. Damit kann man ohne weiteres Schlüssel hinzufügen oder löschen. Innerhalb von nur 5 Sekunden ist er ergänzt oder der Zugang gesperrt. Eine unbegrenzte Anzahl weiterer Schlösser lässt sich hinzufügen, die dann auch bereits im Umlauf befindliche Schlüssel akzeptieren. Insgesamt kann das Privus-System bis zu 32 Schlüssel aufnehmen - mehr als genug für die gesamte Familie, enge Angehörige oder Vertraute. Im Unterschied zu anderen Produkten brauchen die Schlösser keine interne Batterie, um richtig zu funktionieren. Sie ziehen die erforderliche Energie aus der Einführungsbewegung des Schlüssels ins Schloss und versorgen sich so selbst mit Strom. Die „Privus"-Variante des Systems ist daher sehr geeignet für private Haushalte, kleine Unternehmen, aber auch z. B. für Sportvereine. Die iLOQ-Systeme bieten dadurch eine ernste Alternative zu Systemen wie denen von Assa, Kaba und anderen auf diesem Gebiet.

Zentrale Verwaltung
Das patentierte S10-System ist der größere Bruder des Privus-Systems. Es wurde konzipiert für die Bedürfnisse größerer Anlagen. Industriegelände, öffentliche Verwaltungsgebäude, gemietete Büros oder Apartments können z. B. von der Einführung eines solchen Systems profitieren. Kabel werden nicht benötigt für die Kommunikation zwischen zentraler Verwaltungssoftware und Schließzylindern, die Programmierung von Schloss und Schlüssel wird mit Hilfe eines Handgerätes vorgenommen. Wo ein zentral verwaltetes System mit hohem Sicherheitslevel benötigt wird, bietet die S10 Management-Software die Möglichkeit, gebäudeübergreifend zu programmieren, die Schlüssel und Schlösser verwaltet man mit dem Programmiergerät und einem windowsbasierenden PC, PDA oder Mobiltelefon. So kann man Zutrittsberechtigungen zeitlich beschränken, definieren und ändern, verlorene Schlüssel austragen und die Schlüsselverwendung überwachen. Eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche zeigt die einzelnen Schlösser auf Etagenplänen übersichtlich an. Dadurch eignet sich das System gut für Freizeitanlagen, Schulen und Universitäten, aber z. B. auch für Banken.

Online aktualisieren
Die S10-Variante kann je nach Bedarf erweitert werden auf bis zu 32.000 Schlüssel pro System - jeweils theoretisch mit Zugang zu einer Millionen Schlössern. Mit anderen Worten: Eine Ausschöpfung der Kapazitätsgrenzen ist eher nicht zu erwarten. Bei großen Projekten unterstützt das Netzwerkmodul N10 die Verwaltung der Zylinder und Schlüssel per Ethernet-Netzwerk durch Verknüpfung der Schlösser mit der Managementsoftware. Dadurch kann man außerdem sehr schnell die Zutrittsrechte aktualisieren und die Schlösserbenutzung verfolgen. Die hohen Sicherheitsstandards nach BS7799 werden durch starke SHA-1 und SSL-Verschlüsselung erfüllt.

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