Videoüberwachung: IP-Überwachung und DVR-Technologie im Vergleich

Videoüberwachung: IP-Überwachung und DVR-Technologie im Vergleich. IP-Überwachung und DVR-Technologie sind zwei Technologien, die im Wettstreit miteinander stehen. Will man sie bez...

Videoüberwachung: IP-Überwachung und DVR-Technologie im Vergleich. IP-Überwachung und DVR-Technologie sind zwei Technologien, die im Wettstreit miteinander stehen. Will man sie bezüglich ihrer Kosten vergleichen, muss man sie jeweils analysieren – am besten, indem man Konfigurations-Szenarien entwirft und diese auch preislich gegenüberstellt.

Die nachfolgenden Szenarien sollen dem Endnutzer illustrieren, wie effektiv die IP-basierende Videoüberwachung sich bezüglich Leistung und Kosten im Vergleich zur derzeit vorherrschenden DVR-Technologie verhält. Es handelt sich dabei natürlich um Verallgemeinerungen – im Einzelnen können die Preise davon abweichen. Für einen Überblick sind sie aber ausreichend. Ausgeklammert bleibt auch der Umstand, dass IP-Lösungen besondere Vorteile bieten, wie die Möglichkeit höherer Auflösung, Power over Ethernet, dezentrale Intelligenz, etc.

Erstes Szenario: Neuinstallation

16 Kanäle bei zwei Frames pro Sekunde, 15 Tage lang aufgenommen mit CIF-Auflösung. Die Lösung braucht etwa 300 GB Speicherplatz. Die Speichererfordernisse können reduziert werden, in dem man Bewegungserkennung einsetzt. Alle Kameras sind feste Innenraumkameras. Soweit Außenkameras und/oder Schwenk-Neige-Zoom-Kameras verwendet würden, fielen entsprechende Zusatzkosten sowohl bei DVR- als auch bei IP-gestützten Szenarien an.

Vergleicht man beide Systeme, so sind die Funktionalitäten identisch – bis auf einen wichtigen Unterschied: Das IP-Kamerakonzept ist erheblich skalierbarer. Wenn der Endnutzer der IP-Lösung einen Kanal hinzufügen möchte, beschränken sich die Kosten auf runde 600 €. Im DVR-Szenario dagegen, muss man sich für einen zusätzlichen Kanal einen kompletten neuen Rekorder für 6.000 € anschaffen. Dazu kommt, dass in den meisten Fällen die Netzwerk-Infrastruktur zumindest zum Großteil bereits vorhanden ist. Gerade in diesem Fall ist die IP-Lösung besonders vorzugswürdig.

Zweites Szenario: Installation bei bestehenden Kameras

Häufig sind in einem Objekt bereits analoge Kameras und eine Koaxialkabel-Infrastruktur installiert. In unserem Beispiel lassen sich bei der IP-Lösung die Videoserver dazu verwenden, die hereinkommenden analogen Signale in digitale Signale umzuwandeln. Frame-Raten und Aufzeichnung entsprechen dem ersten Szenario.

Auch wenn das IP-Szenario hier leicht höher im Preis liegt, muss daran erinnert werden, dass dieses Beispiel ein Best-Case-Szenario für die DVR-Lösung darstellt, weil es sich um eine 16- Kamera-Installation handelt. Bei einer 10- oder 10-Kamera-Installation würde sich wiederum die IP-Lösung als die signifikant kostengünstigere Variante herausstellen.

Drittes Szenario – Unternehmensweite Installation

Je größer die Installation und je höher das erstrebte Leistungsniveau, desto mehr wird ein IP-Konzept im Vergleich zur DVR-Lösung überzeugen. In einer High-End-Installation, die Axis im Jahr 2006 abgeschlossen hat, wurden bspw. 300 Netzwerk-Kameras mit hoher Frame-Rate in einen Hochsicherheitsbereich eingebaut. Die Gesamtkosten betrugen 700.000 € bzw. 2.333 € pro Kanal.

Hätte man ein DVR-basiertes System mit ähnlicher Funktionalität installiert, hätten sich die Kosten für den Endnutzer auf geschätzten 1,6 Mio. € belaufen, bzw. auf 5.333 € pro Kanal. Das ist mehr als das Doppelte der IP-Lösung.

Zusammenfassung

Endnutzer und Systemintegratoren hören oft, dass IP-basierende Überwachungskameras teurer seien. Sie sind in aller Regel tatsächlich ein wenig teurer, als analoge Kameras. Aber selbst dann, wenn man die vielen technischen Vorteile IP-basierender Überwachungskameras außer Acht lässt, lässt sich kaum leugnen, dass bei letzterer die Gesamtkosten deutlich geringer ausfallen. Eine vollständige DVR-basierende Lösung lässt sich kostenmäßig wie in Abbildung 1 faufschlüsseln.

Bei der IP-Lösung sieht die Aufteilung anders aus- sieh hierzu Abbildung 2. Es gibt einige zusätzliche Elemente – aber diese können, soweit erwünscht oder erforderlich, auch für weitere Applikationen neben der IP-Überwachung genutzt werden. Der Unterschied lässt sich also nicht an unterschiedlichen Kamerakosten festmachen, denn die Gesamtkosten verteilen sich ganz anders auf die Bestandteile einer Lösung. Deshalb sollte man weniger von den Kosten einzelner Hardware- oder Software-Komponenten sprechen, als vielmehr von den Kosten pro Kanal. Das ist es, was den Endnutzer interessiert.

 

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Dr. Magnus Ekerot
Axis Communications GmbH, Hallbergmoos
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