Gasdetektion: Lecksuche nach Wasserstoff
Wasserstoff ist eines der drei gefährlichsten zündfähigen Gase; die beiden anderen sind Acetylen und Kohlenstoffdisulfid. Diese Gase sind darum besonders gefährlich, weil sie nur s...


Wasserstoff ist eines der drei gefährlichsten zündfähigen Gase; die beiden anderen sind Acetylen und Kohlenstoffdisulfid. Diese Gase sind darum besonders gefährlich, weil sie nur sehr geringe Zündenergie benötigen. Aus diesem Grund gehören sie nach der europäischen Normung in eine separate Gasgruppe IIC.
Anwender nehmen häufig an, dass sie in offenen Bereichen keine Überwachungssysteme für Wasserstoff benötigen. Eine Wasserstoffflamme ist aber bei Tageslicht mit dem bloßen Auge nicht zu sehen, da die Flamme durchscheinend und in hellem Licht nicht sichtbar ist. Eine weitere potenzielle Bedrohung kann bei der Vermischung von Wasserstoff mit Luft entstehen. Es ist daher in jedem Fall ratsam, ein Gasüberwachungssystem mit einem Magnetventil einzusetzen, das die Gaszufuhr automatisch unterbricht, wenn Leckagen von 50 % UEG / 2 Vol % auftreten. (100 % UEG für Wasserstoff sind 4 Vol % nach den EN-Normen.
Eigenschaften von Wasserstoff
Wasserstoff ist ein farb- und geruchloses Gas. Es ist von Natur aus nicht giftig; eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung könnte durch Gefrierbrand entstehen. Wasserstoff ist das am leichtesten entzündliche Gas auf dem Planeten und kann mit Luft Gemische bilden, die hoch brennbar oder explosiv sind. Wasserstoff kann mit Oxidationsmitteln, wie z. B. Luft, Sauerstoff und Halogenen, heftig reagieren und Erstickungen verursachen, wenn er den Sauerstoff in der Atmosphäre am Arbeitsplatz verdrängt.
Flammpunkt: Nicht zutreffend, da es sich um ein Gas handelt
Flammbarkeit, UEG-/OEG-Grenzwerte in Luft: 4,0 Vol %, 77 Vol %
Selbstentzündungstemperatur: 500 ºC
Erscheinung: Farblos
Geruch: Kein Geruch
Dampfdichte: 0,082 g/l (viel leichter als Luft)
Siedepunkt: -252,9 ºC
Molekulargewicht: 2.02
Chemische Stabilität: Wasserstoff ist stabil
Zu vermeidende Zustände: Zündquellen, Gemische mit Luft
Löschmittel: Keine
Überwachung und Erkennung von Wasserstoff
Wasserstoff ist viel leichter als Luft. Die zur Überwachung verwendeten Sensoren sollten daher oberhalb möglicher Quellen von Leckagen oder im Rückluftkanal einer Klimaanlage angebracht werden. Wasserstoffsensoren können auf % UEG oder ppm eingestellt sein; letzteres ermöglicht eine frühere Warnung bei Leckagen. Aufgrund der geringen notwendigen Zündenergie dürfen Kalibrierung und Konfigurierung der zur Überwachung auf Wasserstoff verwendeten Geräte nicht in Ex-Bereichen durchgeführt werden, außer wenn dies komplett von außen (ohne Öffnen des Geräts) durch eine eigensichere IR-Fernsteuerung oder einen Magneten geschieht. Honeywell Analytics bietet eine Reihe von Lösungen für die Überwachung auf Wasserstoffgas in %UEG oder ppm an:
Zuverlässige Gasüberwachung
Midas ist ein Gasüberwachungssystem, das schnell und zuverlässig auf das Vorhandensein zahlreicher Gase einschließlich Wasserstoff (0-100 % UEG / 0-1.000 ppm) anspricht. Durch längere Kalibrierintervalle für die Sensoren, flexible Kommunikationsmöglichkeiten und die patentierten Diagnosefunktionen zur Überwachung des Sensorverhaltens und Durchsatzes ermöglicht Midas geringe Gesamtbetriebskosten in einem breiten Spektrum von Anwendungen.
Transmitter für viele Anwendungen
Apex ist ein flexibel einsetzbarer Transmitter, geeignet für verschiedene Anwendungen und Industrien. Durch seine leistungsstarken Merkmale, erweiterte Funktionalität, einfache Installation und mehrere Kommunikationswege bietet Apex vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sensoren können in bis zu 100 m Entfernung vom Transmitter montiert werden und sind durch ihre Vorkalibrierung einfach auszutauschen, selbst wenn das Gerät eingeschaltet ist.
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Honeywell Analytics Ltd.
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